Berichte aus dem 1. Halbjahr 2003

Informationsveranstaltung der Inspektion Kötzting

Kreisbrandinspektor Michael Stahl hatte die Führungskräfte der 34 Feuerwehren am 28. Januar zu einem Informationsabend eingeladen.
Es sollten dabei die laufenden und geplanten Maßnahmen bzw. Neuerungen in der Inspektion erläutert werden. Die Resonanz war sehr beeindruckend, da mehr als 200 Personen im Haus des Gastes in Kötzting den Vorträgen lauschten.

Nachdem KBI Stahl neben den Führungskräften der Feuerwehren, auch KBM Heinz Schötz und KBM Andreas Bergbauer, sowie den stv. Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Cham, Matthäus Achatz begrüßt hatte, erläuterte er Einzelheiten zu dem zur Zeit neu entstehenden Einsatzplan für Hochwasser.

Die zahlreichen Hochwasser, insbesondere das vom August 2002, lassen die Notwendigkeit einer besseren Vorbereitung auf diese Schadensereignisse erkennen.

Aus diesem Grunde wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, welche momentan die Vorarbeiten für diesen Einsatzplan erledigt. So wurden bereits Sondierungen durchgeführt, in welchen Betrieben oder Geschäften, welche hilfreichen Geräte (Tauchpumpen, Bagger, Gabelstapler, usw.) oder Materialien (Sand, Schal- u. Stützmaterial, usw.) zur Verfügung stehen und wie diese auch während der Nachtzeit abgerufen werden können.

Daneben sollen Lagepläne mit den Hochwassergrenzen entsprechend der Pegelstände angelegt werden, um die Gefahrenpunkte bereits früher als bisher erkennen zu können. Dazu ist auch die Mitarbeit der einzelnen Feuerwehren erforderlich, worum Stahl in diesem Zusammenhang bat.

 

Anschließend erläuterte Bernd Hatzinger (FF Arrach) die Einzelheiten der Atemschutzüberwachung und der Funkkanaltrennung bei derartigen Einsätzen.

Die Atemschutzüberwachung ist gesetzlich vorgeschrieben, um höchstmögliche Sicherheit für die eingesetzten Atemschutzgeräteträger zu gewährleisten.
Am Beispiel eines tragischen Einsatzes in den USA, bei dem sechs Atemschutzgeräteträger getötet wurden, erläuterte er nochmals Sinn und Notwendigkeit dieser Einrichtung.

Er verwies auf die hohe Verantwortung des Kameraden, der diese Aufgabe übernimmt und erläuterte die Details. So ist die gewissenhafte Aufzeichnung von Zeit und Druck, der in den Einsatz gehenden Trupps besonders wichtig, wie natürlich auch der ständige Funkkontakt und die Kontrolle der Daten. Nur so kann den eingesetzten Kameraden auch die Notwendigkeit des Rückzuges unter Berücksichtigung von Zeit, Temperaturen, Belastungen oder äußeren Einflüssen (z.B. Brandausdehnung) mitgeteilt werden.
Dazu ist natürlich auch ein eigener Funkkanal an der Einsatzstelle sinnvoll, der im Inspektionsbereich bereits einheitlich festgelegt wurde.
Mit großen Interesse und Aufmerksamkeit wurde dieser, mit einer Computer-Präsentation unterstützter Vortrag, von den Zuhörern verfolgt.

 

Nachfolgend informierte der Kommandant der FF Kötzting, Georg Barth, über die neue Wärmebildkamera des Inspektionsbereiches. 

Diese ist bekanntermaßen (siehe Bericht!) seit Oktober 2002 bei der Feuerwehr Kötzting stationiert, da diese nach den Alarmplänen aller Orte der Inspektion, ab Alarmstufe 2 mit alarmiert wird. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, über die Alarmnummer 204 ein spezielles Wärmebildkamera-Team zu alarmieren.

Bei dieser Kamera ist auch eine Bildfernübertragung möglich, womit der Einsatzleiter in der Lage ist, außerhalb des Gefahrenbereiches ebenfalls die Bilder der Kamera zu beobachten und seine Einsatztaktik darauf abzustimmen.

In der Folge führte Brandmeister Johannes Liebl (FF Kötzting) die Feuerwehrkameraden, anhand eines selbst erstellten Videofilms, in die Möglichkeiten und Grenzen dieses Gerätes ein. So ist die Sicht durch Glasscheiben nicht möglich, bzw. bei starken Nebel oder Dampf behindert.
Der besondere Vorteil liegt jedoch in der deutlich vereinfachten Suche von vermißten Personen oder Brandherden, bzw. Glutnestern, wie sich schon bei einigen praktischen Einsätzen verdeutlichte.

Zu diesem Thema wies KBI Stahl noch auf die Möglichkeit hin, die zweite Wärmebildkamera in der Inspektion, die sich im Besitz der FF Thenried befindet, im Bedarfsfall zu alarmieren.

Zum Schluss wurden noch zwei Filme über Hochwassereinsätze und das Feuerwehrerholungsheim in Bayrisch Gmain gezeigt, bevor Kreisbrandinspektor Stahl sich für die Teilnahme bedankte und einen guten Nachhauseweg wünschte.

(Bericht und Bilder vom Webteam-Mitglied Fabian Fischer)

 

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