Berichte aus dem 1. Halbjahr 2003

Gemeinschaftsübung am Reitenberg

„Eine Herausforderung für Mensch und Technik“ bemerkten die Anwohner am Reitenberg zum Ablauf einer Übung der 13 Feuerwehren des KBM-Bereiches Kötzting am 5. Mai.
Einen Waldbrand simulierten die Aktiven und verlegten dafür von der Ortsmitte in Reitenstein aus eine etwa 3.1 Kilometer lange Schlauchleitung um das benötigte Löschwasser zum Reitenberg zu befördern.

Die Feuerwehr Sperlhammer hatte die Ausrichtung dieser Übung übernommen und wies nach dem Funksammelruf die anrückenden Mannschaften und Fahrzeuge in die jeweiligen Positionen ein. Während die Ortsfeuerwehr ihre Tragkraftspritze am Löschweiher in Reitenberg zum Einsatz brachte und von dort aus etwa 200 Meter Schlauchmaterial zum Waldrand am Reitenberg verlegte um eine erste Brandbekämpfung einzuleiten, begannen die weiteren anrückenden Feuerwehren ihre Tätigkeit am Löschweiher in der Ortsmitte von Reitenstein. Von dort aus wurde eine Förderleitung verlegt die in Höhe Wald endete. 

Von diesem Punkt aus übernahm der Schlauchwagen der FF Kötzting das Verlegen der restlichen etwa 1900 Meter langen Distanz bis zum Reitenberg. In die Förderleitung bauten die am Übungsablauf beteiligten Feuerwehren aus dem gesamten KBM-Bereich Kötzting ihre Feuerlöschkreiselpumpen ein um das Löschwasser mit entsprechendem Druck zum Übungsziel zu befördern.

Aus mehreren Strahlrohren wurde der Waldbrand „bekämpft“. Neben dem Wasser aus der Förderleitung waren dort zwischenzeitlich auch mehrere Tanklöschfahrzeuge eingetroffen, mit deren Wasservorrat die Brandbekämpfung unterstützt wurde.

Bei der Abschlussbesprechung dankte Kreisbrandmeister Heinz Schötz insbesondere der FF Sperlhammer, die die die Organisation der Übung übernommen hatte, zu der die derzeitige Trockenheit und die etlichen Wald- und Flächenbrände ein aktueller Anlass waren. 

Josef Graßl nannte im Anschluss kurz die Übungsinhalte und merkte an, dass man für die etwa 3,1 Kilometer lange Schlauchleitung, die zudem einen Höhenunterschied von 300 Meter beinhaltete, fast das gesamte Schlauchmaterial aus den beteiligen Fahrzeugen verlegte.

Kreisbrandinspektor Michael Stahl lobte das Engagement der Feuerwehrdienstleistenden, die nach seinen Ausführungen in akzeptabler Zeit eine sauber verlegte Leitung aufbauten. „Weitere Fahrzeuge hätten jederzeit nachrücken können“ so der Sprecher. Bewährt hätte sich auch der ca. 60 m³ fassende Löschteich in Reitenberg. Nach 17 Minuten hätte die Feuerwehr Sperlhammer die Brandbekämpfung aufnehmen können während der Schlauchwagen SW 2000 knapp 40 Minuten nach der Alarmierung an der Einsatzstelle eintraf und damit die Förderleitung von Reitenstein aus komplett verlegt war.
Als Hinweise für weitere derartige Übungen gab Michael Stahl dahingehend, dass eine Einsatzleitung aufgebaut werden sollte, in der auch Fachleute aus dem Forstamt hinzugezogen werden sollten. Auch gelte es Bereitstellungsräume auszuweisen und frühzeitig weitere Kräfte nachalarmiert werden müssten.
Fritz Bummer sah in der Übung Mensch und Maschine im Einklang und bat mit gleichen Eifer weiterzuarbeiten. „Nur wer übt kann auch helfen!“ so Kötztings 3. Bürgermeister.

(Bericht vom Webteam-Mitglied KBM Richard Richter)

 

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