Berichte aus dem 1. Halbjahr 2008

Übergabe von mobilen Rauchabschlüssen an 20 Feuerwehren

Wie in Fachpublikationen bereits mitgeteilt, hat die Versicherungskammer Bayern ein neues Sponsoringprojekt für die Feuerwehren in Bayern aufgelegt. So erhält jeder Bezirksfeuerwehrverband in den Jahren 2007, 2008 und 2009 jeweils 60 mobile Rauchverschlüsse.
Die ersten 20 Abschlüsse wurde am 7. Mai im Feuerwehrzentrum Bad Kötzting an zwanzig Feuerwehren des Landkreises Cham übergeben. 

Kreisbrandrat Johann Weber begrüßte hierzu die Feuerwehrführungskräfte dieser 20 Wehren, sowie die Kreisbrandinspektoren und einige Kreisbrandmeister aus dem Landkreis Cham. Er dankte der Versicherungskammer für die großzügige Unterstützung und verwies auf die zum Teil schwerwiegenden Folgen, wenn sich bei einem Brand der Brandrauch unkontrolliert ausbreitet.

In einem Fachvortrag erläuterte anschließend Richard Richter als Kreisbrandmeister für Ausbildung, die Einzelheiten zur Verwendung dieser neuartigen Gerätschaften.

Zu Beginn verwies er auf die lebensbedrohliche Gefahr durch die toxischen Inhaltsstoffe im Brandrauch und auf die hohen Sachschäden die durch Verunreinigungen an Einrichtungen und Räumen verursacht werden. Nach einem kurzen Verweis auf die unterschiedlichen technischen Möglichkeiten der Feuerwehr den Rauch abzuleiten ging er auf die wichtige Thematik der Freihaltung der Flucht- und Rettungswege vor Brandrauch ein. Auch in der ab 2008 geltenden Bayerischen Bauordnung werden zur deren Sicherstellung, insbesondere an Wände und Türen von Treppenräumen, hohe Ansprüche gestellt.

Wenn jedoch dann die Feuerwehr bei einem Wohnungsbrand die Wohnungstüre öffnet dringt meist der Brandrauch aus der Wohnung in den Treppenraum ein, erschwert eventuell noch fliehenden Personen die Benutzung dieses Rettungsweges und verursacht weiteren Sachschaden. 
Um diese Rauchausbreitung über geöffnete Türen zu verhindern wurde der mobile Rauchabschluss entwickelt. Er gewährleistet einen weitgehend rauchdichten Verschluss der Türöffnung im oberen Drittel, in dem Bereich, aus dem überwiegend Brandrauch austreten würde.
Dabei ist er mittels Tragetasche leicht zu transportieren und in kurzer Zeit eingebaut. Es können damit Türen mit einer Breite von 68 bis 118 cm verschlossen werden, wobei Personen den Zugang jedoch weiterhin nutzen können. Auch die Verwendung eines Überdrucklüfters ist möglich, da ein ausreichend freier Querschnitt für die Belüftung vorhanden bleibt.

Abschließend gab der Fach-KBM noch Tipps zum Einbau und erläuterte Einsatzgrundsätze für die Verwendung.

KBR Weber dankte dem Referenten für seinen fundierten und interessanten Vortrag und informierte die Feuerwehrführungskräfte, dass diese Präsentation in geringfügig ergänzter Art an alle Feuerwehren verteilt wird um die eigenen Einsatzkräfte entsprechend schulen zu können. Zusätzlich werden ab sofort auch die Teilnehmer in den Atemschutzgeräteträgerlehrgängen in der Verwendung des mobilen Rauchabschlusses unterrichtet. 

Anschließend fand in der Fahrzeughalle die Übergabe der Rauchabschlüsse an die Feuerwehren Neukirchen b. Hl. Blut, Furth im Wald, Geigant, Tiefenbach, Waldmünchen, Rötz, Willmering, Cham, Schorndorf, Runding, Chammünster, Roding, Pösing, Altenkreith, Wald, Falkenstein, Lederdorn, Bad Kötzting, Rimbach und Arrach statt.

 

(Bericht und Bilder vom WebTeammitglied Fabian Fischer)

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