Berichte aus dem 1. Halbjahr 2009

Lehrgang "Gefährliche Stoffe - Technik" erfolgreich beendet

Am 23. Mai absolvierten 16 Teilnehmer erfolgreich die Abschlussprüfung des Lehrgangs „Gefährliche Stoffe – Technik“, den die Feuerwehr-Inspektion Bad Kötzting nun zum fünften Mal in Eigenregie durchführte. Aus den Händen von Kreisbrandinspektor Michael Stahl erhielten die Lehrgangsteilnehmer ihre Zeugnisse. 

In den zurückliegenden acht Wochen hatten die Teilnehmer an 12 Terminen insgesamt 40 Unterrichtseinheiten absolviert. 
Die Teilnehmer wurden gestellt von den Feuerwehren Arrach (4), Grafenwiesen (3), Hohenwarth (1), Lam (3) und Rimbach (5). Lehrgangsleiter Bernhard Hatzinger begrüßte zum Abschluss neben KBI Michael Stahl auch den fachbezogenen Kreisbrandmeister für Gefahrgut und Strahlenschutz des Landkreises Cham Hans Braun aus Cham, KBM Josef Pritzl, die Kommandanten der FF Lam Matthias Roider und der FF Arrach Matthias Schmid sowie Arrachs Bürgermeister Sepp Schmid. 

Er ging in der Abschlussbesprechung zunächst auf den Ablauf des Lehrgangs ein. Die Lehrgangsinhalte orientierten sich sowohl am Lehrplan des bisher gleichnamigen Lehrgangs an der Staatlichen Feuerwehrschule sowie am Ausbildungskonzept für Gefahrguteinsätze des Landkreises Cham. Zu den Unterrichtsthemen gehörten die Gefahreneigenschaften der unterschiedlichen gefährlichen Stoffe, die Kennzeichnung von Versandstücken, Fahrzeugen und betrieblichen Anlagen, Begleitpapiere, Löschmittel, Nachschlagewerke und Einsatzunterlagen, Einsatztaktik, Einsatzmittel der Feuerwehr-Inspektion Bad Kötzting sowie des Landkreises Cham, Schutzkleidung, Messen, Maßnahmen zur Schadensbekämpfung und -begrenzung wie Auffangen, Abdichten, Umfüllen, spezielle rettungsdienstliche Maßnahmen bei Verätzungen und Vergiftungen. 

Vorgestellt wurden auch Spezialfahrzeuge und deren Ausstattung, wie der Gerätewagen Gefahrgut sowie der Gerätewagen Atemschutz der FF Furth im Wald, der Dekontaminations-Lkw sowie der AC-Erkundungskraftwagen des ABC-Zuges und die Ölwehrausrüstung der FF Bad Kötzting. 
Planspiele und praktische Einsatzübungen rundeten den Unterrichtsplan ab. Gerade bei den praktischen Einsatzübungen waren die Teilnehmer körperlich sehr stark gefordert. 

Neben Lehrgangsleiter Bernhard Hatzinger waren eine Reihe weiterer hochkarätiger Referenten und Ausbilder im Einsatz, wie der Rettungsdienstleiter des Landkreises Cham Michael Daiminger, der Leiter des ABC-Zuges Erwin Löffler, der fachbezogene Kreisbrandmeister für Atemschutz und Kommandant der FF Furth im Wald Christian Scheuer sowie der stv. Kommandant der FF Bad Kötzting Florian Heigl. 

Des weiteren waren bei diesem Lehrgang auch die Führungskräfte der „Arbeitsgemeinschaft für Gefahrgut und Umweltschutz der Feuerwehrinspektion Bad Kötzting“ als Ausbilder und Lehrkräfte eingesetzt und übernahmen dabei eigenständig Teile des Unterrichts. 

Die Abschlussprüfung am Samstag absolvierten alle Teilnehmer mit einem hervorragendem Ergebnis.
Hatzinger bedankte sich bei allen Ausbildern, Helfern und Feuerwehren für die hervorragende Unterstützung, ohne die ein derart aufwändiger Lehrgang nicht durchführbar sei. Insbesondere gilt der Dank der FF Arrach für die Bereitstellung des Gerätehauses, der Fahrzeuge und Gerätschaften und die logistische Hilfe, z.B. durch Versorgungsfahrten.

KBI Michael Stahl dankte den Teilnehmern und Ausbildern, die in den vergangenen Wochen große Mühen auf sich genommen hatten. Er betonte in diesem Zusammenhang, dass es in den vergangenen zwölf Jahren gelungen sei, in der Feuerwehrinspektion Bad Kötzting eine schlagkräftige Gefahrguttruppe aufzustellen. Durch die Gründung der „Arbeitsgemeinschaft Gefahrgut und Umweltschutz“ bestehen auch beste Voraussetzungen diese Spezialkräfte weiterhin fortzubilden und einsetzbar zu erhalten. Er bedankte sich ebenfalls bei der FF Arrach, die in den zurückliegenden Wochen ein hervorragender Gastgeber war und so zum Gelingen des Lehrgangs wesentlich beigetragen hat. 
Ebenso galt sein Dank Bürgermeister Sepp Schmid für die Bereitstellung des Gerätehauses mit den Schulungsräumen.

Der fachbezogene Kreisbrandmeister für Gefahrgut des Landkreises Cham, Johann Braun bedankte sich ebenfalls bei den Teilnehmern für das Engagement. Aufgrund von tagesaktuellen Ereignissen schilderte er eindrucksvoll, wie schnell eine Ortsfeuerwehr mit gefährlichen Stoffen im Einsatz konfrontiert werden könne. Nicht immer sind diese Einsätze „von vorneherein mit einem C gekennzeichnet“ und als Gefahrguteinsätze erkennbar. Umso wichtiger sei es, breit gestreut Fachkräfte vorzuhalten, die diese Gefahren rechtzeitig erkennen und die geeigneten Einsatzmaßnahmen einleiten können. Er zollte den Teilnehmern großen Respekt für die Leistung, die sie in den vergangenen Monaten erbracht hatten. 

Auch Bürgermeister Sepp Schmid konnte aus seiner vorhergehenden beruflichen Tätigkeit bereits Kontakte mit gefährlichen Stoffen in Form von Gasaustritten aufweisen. In seiner bisherigen Amtszeit konnte er sich schon in vielen Einsatzlagen stets auf seine Feuerwehren verlassen. Für ihn als Bürgermeister sei es sehr beruhigend bei der Feuerwehr vor Ort Fachkräfte zu wissen, die auch mit derartigen Einsatzlagen umgehen können. 
Nach Übergabe der Zeugnisse durch die Führungskräfte wurde der Lehrgang mit einer deftigen Brotzeit endgültig beschlossen. 

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