Berichte aus dem 1. Halbjahr 2010

Weitere Frühjahrsgemeinschaftsübung im KBM-Bereich Miltach

Am Abend des 21. Mai fand in Hörwalting die zweite Frühjahrsgemeinschaftsübung des KBM-Bereiches Miltach statt. Angenommenes Übungsobjekt war das Anwesen von Greil Adolf, bei dem eine Scheune in Brand geraten war. Zudem waren zwei Personen vermisst. Der Übungsschwerpunkt lag im Aufbau der Wasserversorgung vom Regen bis zum Brandobjekt, wobei vier B-Leitungen verlegt werden mussten.

Der zuständiger Kreisbrandmeister Andreas Bergbauer alarmierte um 19:30 Uhr per Funksammelruf die Feuerwehren Staning, Haderstadl, Chamerau, Chameregg, Miltach, Oberndorf, Blaibach, Bärndorf und Lederdorn.

Die eintreffende Ortsfeuerwehr Staning begann sogleich mit dem Aufbau einer Widerstandslinie, um die „brennende“ Scheune von der Rückseite zu bekämpfen. Dabei entnahmen sie das Wasser aus einem Hydranten um die Tragkraftspritze zu speisen und das Wasser weiterzuleiten.

Die zeitgleich eintreffende Feuerwehr Chamerau widmete sich sofort der Personenrettung. Für den ersten Löschangriff und zur Eigensicherung an der Frontseite des Gebäudes nutzten sie das vorhandene Wasser aus dem Löschgruppenfahrzeug. Die beiden vermissten Personen wurden in kürzester Zeit aus der Scheune gerettet und anschließend betreut. 
Die Feuerwehr Miltach sicherte mit dem Wasser aus dem Tanklöschfahrzeug derweil das unmittelbar angrenzende Wohnhaus.

Die ebenfalls wasserführenden Fahrzeuge der Feuerwehren Blaibach und Lederdorn wurden damit beauftragt, den Brand auf der Rückseite der Scheune zu bekämpfen. 

Währenddessen begannen die Feuerwehren Haderstadl, Chameregg und Oberndorf damit, mit ihren Tragkraftspritzen Wasser aus dem Regen anzusaugen und die benötigten B-Leitungen zum Brandobjekt aufzubauen. Die anderen Wehren unterstützten sie dabei, besonders weil enorm viele Schläuche von Nöten waren. 

Bereits 15 Minuten nach der Alarmierung stand die erste der vier B-Leitungen zum Brandobjekt. Das ist enorm wichtig, da die vorhandene Wassermenge in den Tank- und Löschgruppenfahrzeugen nur für den Erstangriff reicht. Bei einer Wasserabgabe von 800 Litern pro Minute ist der Tank in etwa zwei Minuten leer. 
Nach 45 Minuten war dann auch die vierte Leitung verlegt und es stand genügend Wasser für die Löscharbeiten zur Verfügung. 

Bei der Abschlussbesprechung erläuterte Ortskommandant Franz Ederer aus Staning den Verlauf der Übung und übergab anschließend das Wort an den Kreisbrandmeister Andreas Bergbauer.

 

Dieser sprach von guten Voraussetzungen für dieses „Brandobjekt“, was die Versorgung mit Wasser durch die Nähe des Regens und durch die neue Brücke betrifft. Vorher hätte man die Leitungen über die B 85 verlegen müssen, was Einschränkungen für den Verkehr bedeutet hätte. Jetzt kann man die Wasserversorgung bequem unter der Brücke verlegen. Er regte an, den Aufbau der Wasserversorgung das nächste Mal in zwei Abschnitte aufzuteilen, wodurch auftretende Verständigungsprobleme minimiert würden. Durch die Photovoltaik-Anlage auf dem Gebäude sei hier im Ernstfall noch mehr Vorsicht geboten. Er dankte den Feuerwehren für ihre Bereitschaft und überbrachte die Grüße des Kreisbrandinspektors und des Kreisbrandrates.

Der Chamerauer Bürgermeister Stefan Baumgartner sprach von einer interessanten Übung aus Sicht der Gemeinde. Seit dem Bau der Brücke sei hier ein besseres Arbeiten im Brandfall möglich, da mehr Platz zur Verfügung stehe und man weg von der Straße ist. Auch der Wasserdruck aus dem Hydranten sei trotz Fernwasseranschluss ganz in Ordnung. Er dankte den Feuerwehrleuten und besonders der Feuerwehr Staning für die Ausarbeitung der Übung, sein Dank galt auch dem „Brandleider“, der sein Anwesen zur Verfügung stellte. Er schloss mit den Worten „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“.

(Bericht und Bilder vom WebTeammitglied Stefan Höpfl)

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