Berichte aus dem 1. Halbjahr 2011

Gemeinschaftsübung in Eschlsaign

„Brand eines Nebengebäudes in Eschlsaign!“. Mit diesem Funkspruch begann am Abend des 27. Mai die Gemeinschaftsübung der Feuerwehren Arrach, Haibühl-Ottenzell, Ansdorf-Simpering, Hohenwarth und Gotzendorf. 

Als erstes Fahrzeug an der Einsatzstelle übernahm das Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 CAFS der FF Arrach sofort die Brandbekämpfung und Bildung einer Widerstandslinie an der Nordseite des Gebäudes mit drei C-Rohren. Die Besatzung des nachfolgenden Versorgungs-Lkw der FF Arrach brachte die Tragkraftspritze am nahegelegenen Löschweiher in Position und baute eine B-Leitung zum Arracher LF auf. Es folgte das Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 der FF Haibühl-Ottenzell. Dieses übernahm ebenfalls mit drei Strahlrohren die Brandbekämpfung an der gegenüberliegenden Gebäudeseite. 

Der dritte Brandbekämpfungsabschnitt an der Stirnseite des Gebäudes fiel dem Löschgruppenfahrzeug LF 16/20 der FF Hohenwarth zu, das ebenfalls drei Strahlrohre zum Einsatz brachte. Die wasserführenden Fahrzeuge begannen die Löschangriffe zunächst mit den mitgeführten Wasservorräten bis die notwendigen Förderleitungen zur Verfügung standen. Die Tragkraftspritzenfahrzeuge aus Haibühl und Ansdorf-Simperung errichteten zu diesem Zweck zwei B-Leitungen vom ca. 80 Meter entfernt liegenden „alten Bad“. Das TSF aus Gotzendorf saugte ebenfalls am Löschweiher an, baute eine B-Leitung zum Brandobjekt und besetzte drei weitere Strahlrohre. Diese vierte Leitung hätte gegebenenfalls auch zur Wasserversorgung einer Drehleiter eingesetzt werden können. Der Versorgungs-Lkw aus Hohenwarth war absprachegemäß über den Hohenwarther Ortsteil Hudlach angefahren um die Befahrbarkeit dieser Zufahrt zu testen.

Zur Abschlussbesprechung begrüßte KBM Josef Pritzl die Kameradinnen und Kameraden, insbesondere KBI Michael Stahl sowie Bürgermeister Sepp Schmid, der einmal mehr als aktiver Feuerwehrkamerad im Einsatz war.

Der Kommandant der FF Arrach, Matthias Schmid, stellte zunächst das Objekt vor. Die Wasserversorgung dürfte im Sommer durch den Löschweiher sowie das „alte Bad“ gesichert sein. Über den Badeweiher werden auch zwei Hydranten gespeist. Die Zufahrt über Hudlach wurde getestet und ist im Sommer ebenfalls jederzeit mit den Einsatzfahrzeugen zu befahren. Je nach Schneelage dürfte es im Winter jedoch Einschränkungen geben. 
Einsatzleiter war der stv. Kommandant der FF Arrach Armin Stahl. Er erläuterte den Übungsablauf beginnend von der Bildung der Brandabschnitte bis zur Errichtung der Wasserförderleitungen.

KBM Pritzl dankte der FF Arrach für die Übungsorganisation. Aus seiner Sicht war die Übung sehr gut gelaufen. Er wies auf die lange und beengte Zufahrt hin, die besonders bei Gegenverkehr zudem nicht ungefährlich ist.

Auch KBI Stahl begrüßte die Anwesenden und dankte einmal mehr für deren Übungsfleiß, der besonders deutlich bei den TSF-Besatzungen aus Haibühl und Arndorf-Simpering entbrannte. Da beide Fahrzeuge nahezu gleichzeitig an der Saugstelle eintrafen entwickelte sich spontan ein Wettbewerb um den schnellsten Aufbau der Wasserförderung. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt bei Übungen an entlegenen Objekten. Dabei beweisen gerade die allradgetriebenen TSF ihre Vorzüge. Generell ist bei allen Brandeinsätzen auf die Aufstellfläche einer Drehleiter zu achten. 

Bürgermeister Sepp Schmid bedankte sich als letzter Redner ebenfalls bei allen Kameradinnen und Kameraden. Er nahm auch das Stichwort „Drehleiter“ auf, indem er die neue Drehleiter der FF Lam als Glücksfall für den gesamten Lamer Winkel bezeichnete.

 

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