Berichte aus dem 2. Halbjahr 2002

Feuerwehren unterstützen Hochwassersicherung in Ostdeutschland

Die Bilder der Hochwassersituation in den neuen Bundesländer gehen derzeit um die Welt. Um die Bevölkerung in den betroffenen Regionen zu unterstützen reagierte der Landkreis Cham auf ein Hilfegesuch aus Dessau. Der Großstadt am Zusammenfluss von Mulde und Elbe droht eine gewaltige Überschwemmung.

Deshalb machten sich aus ganz Bayern Hilfskonvois von Feuerwehren und Technischem Hilfswerk auf, um die Einsatzkräfte vor Ort zu unterstützen. 
Neben einigen weiteren Hilfstransporten aus dem Landkreis, stellte die Fa. Griesbeck aus Kötzting spontan einen Hängerzug zur Verfügung, der von den Feuerwehren aus Wettzell und Arndorf unter Mithilfe des städtischen Bauhofes mit Sandsäcken beladen, die noch Tage zuvor in der Innenstadt der Pfingstrittstadt halfen das Hochwasser einigermaßen einzudämmen. Die Fahrer des Lastzuges stellte die Feuerwehr Kötzting, so dass am Samstag, den 17. August, um 16 Uhr der Transport vom Kötztinger Feuerwehrzentrum starten konnte.

In Dessau wurden die Kräfte aus Bayern an einem zentralen Stützpunkt, der von der Berufsfeuerwehr München in der Stadtmitte installiert wurde, geleitet. Schon die Tage zuvor waren aus Bayern ca. 2000 Feuerwehrdienstleistende samt Fahrzeugen, Booten und Gerätschaften angereist um die Tätigkeiten in Dessau zu unterstützen.

Auch die Transporte aus dem Landkreis Cham wurden dort entgegengenommen und dann an die jeweiligen Einsatzstellen eingewiesen.
Auf dem Weg von der zentralen Meldestalle der bayerischen Feuerwehrkräfte zu den verschiedenen Einsatzabschnitten wurde das Ausmaß der Hilfe bewusst. Im Stadtgebiet waren Sandfüllplätze eingerichtet worden, zu denen mit Lastzügen Sand gebracht wurde, der wiederum von Helfern aus der Bevölkerung oder den Hilfsorganisationen in Sandsäcke gefüllt wurde und dann an die gefährdeten Bereiche mit allen Arten von Fahrzeugen weitertransportiert wurde.

Der Lastzug aus Kötzting wurde beispielsweise nach Kühnau, einem Ortsteil von Dessau geleitet. Dort angekommen wurde die Zugmaschine samt Anhänger teils von fahrbaren Ladern teils von Hand von Hilfskräften abgeladen und die Sandsäcke direkt an den Hochwasserdeichen eingebaut. In diesem Einsatzabschnitt waren unter anderem auch Kräfte aus dem Raum Amberg sowie von der Berufsfeuerwehr aus Würzburg tätig. Gegen 1 Uhr konnte dann die Rückreise angetreten werden, so dass das Landkreisgebiet gegen 6 Uhr wieder erreicht war.

(Wir danken KBM Richard Richter für den Bericht und die Überlassung der Fotos!)

 

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