Berichte aus dem 2. Halbjahr 2002

Gemeinschaftsübung im Rahmen der Aktionswoche am Seniorenheim in Miltach

Ein besonders problematisches Übungsobjekt hatte der 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Miltach, Josef Haas, für die Gemeinschaftsübung am 27. September ausgewählt.
Angenommen wurde hier ein Zimmerbrand im höheren Gebäudeteil des Seniorenheimes Stoiber/Graßl in Miltach.

Ziel war es, dass sich auch die umliegenden Feuerwehren mit den Besonderheiten dieser Anlage und der Möglichkeiten zur Löschwasserentnahme vertraut machen konnten.

Die Feuerwehren der Umgebung wurden um 19.45 Uhr per Funk alarmiert und trafen daraufhin in rascher Folge ein.

Alle Atemschutzgeräteträger wurden zu der Sammelstelle an der Hauptverwaltung des Gebäudes beordert, da hier auch die Alarmmeldung der Brandmeldeanlage aufläuft und für den Einsatzleiter der genaue Einsatzort zu lokalisieren ist.

Für den Übungsablauf war es wichtig die Senioren des Heimes nicht zu verängstigen, weshalb sich der Innenangriff und die Personensuche auf einen sehr kleinen Bereich des Gebäudes beschränken musste.
Die eingesetzten Atemschutzträger konnten schon nach kurzer Zeit die drei vermissten Personen finden und mit Hilfe von Tragetüchern in Sicherheit bringen. Eingesetzt war hierbei auch das elektronische Gerät zur Atemschutzüberwachung der FF Chamerau.

Unterdessen wurden von den weiteren Feuerwehren eine Leitung von ca. 400 m vom Perlbach und drei weitere von Hydranten zum Objekt verlegt.
Einsatzleiter Haas achtete bei der Anfahrt und der Aufstellung der Fahrzeuge besonders darauf, dass bei einem derartigen Einsatz mit einem regen Transportverkehr durch Rettungsfahrzeuge zu rechnen ist, weshalb die Straßen und Plätze um das Gebäude möglichst freizuhalten sind.

Bei der abschließenden Besprechung zeigte sich Walter Graßl froh, dass die Übung so reibungslos abgelaufen sei und erläuterte noch die Besonderheiten dieser 42 Personen beherbergenden Gebäude (automatische Rauchmelder in jedem Wohnraum, Druckknopfmelder, Fluchthauben, etc.).

Einsatzleiter Haas beschrieb nochmals detailliert den Übungsablauf, ehe KBM Andreas Bergbauer allen Beteiligten für ihre Arbeit dankte.
KBI Michael Stahl wies auf die Wichtigkeit einer umfassenden Sicherheitskleidung, besonders für die Atemschutzgeräteträger und den notwendigen Eigenschutz durch ein Löschmittel beim Innenangriff hin. Auch die Erstellung eines Einsatzplanes für das Heim wurde von ihm angeregt, bevor er ebenfalls allen Feuerwehrkameraden seinen Dank aussprach.
Auch der stellvertretende Bürgermeister Martin Nemmer dankte den Wehrmännern und speziell Josef Haas für die Ausrichtung der Übung.

 

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