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Aktionswoche 2004 - Gemeinschaftsübung in Wettzell

Die Freiwillige Feuerwehr Wettzell war am 23. September Ausrichter einer weiteren Gemeinschaftsübung im Rahmen der Feuerwehr-Aktionswoche 2004. Daran beteiligt waren die Feuerwehren Wettzell, Weißenregen, Gehstorf, Sperlhammer, Arndorf und Traidersdorf aus dem KBM-Bereich Kötzting sowie die Feuerwehr Pirka aus dem Nachbarlandkreis Regen.

Gegen 18.30 Uhr alarmierte der zuständige Kreisbrandmeister Heinz Schötz die an der Übung teilnehmenden Feuerwehren per Funksammelruf. Angenommen wurde ein Scheunenbrand beim Anwesen Max Vogl in Ried am See. Zwei Personen wurden in der Scheune vermisst. Außerdem musste für den Löschangriff eine Wasserförderung über lange Schlauchleitung aufgebaut werden.

Die als erstes eintreffende Feuerwehr Wettzell nahm sofort nach ihrem Eintreffen die Brandbekämpfung sowie den Aufbau einer Wiederstandslinie zum angrenzenden Wohnhaus auf. Die Wasserversorgung wurde durch einen ca. 100 Meter entfernten Löschteich sichergestellt. Parallel dazu wurde ein erster Atemschutztrupp damit beauftragt, in der brennenden Scheune nach den beiden vermissten Personen zu suchen.

Die anderen an der Übung beteiligten Feuerwehren mussten nach ihrem Eintreffen eine Löschwasserförderung vom ca. 750 Meter entfernten "Schwarzen Regen" aufbauen. Die besondere Schwierigkeit bestand darin, dass hierbei ein Höhenunterschied von annähernd 100 Metern überwunden werden musste. Außerdem war durch den starken Regen vor und während der Übung die Zufahrt zur Wasserentnahme stark erschwert. Ungefähr 30 Minuten nach Übungsbeginn war diese Wasserförderung fertig gestellt.

Die Feuerwehren aus Pirka und Arndorf stellten nach ihrem Eintreffen außerdem noch jeweils einen Atemschutztrupp zur Unterstützung des bereits eingesetzten Trupps ab. Nachdem nach ca. 15 Minuten die beiden vermissten Personen aus der Scheune gerettet waren, konnten sich die Trupps bei der Atemschutzüberwachung zurückmelden.

Nach etwa einer Stunde erklärte der Einsatzleiter und Kommandant der Feuerwehr Wettzell, Hans Brandl, die Übung für beendet. In der anschließenden Besprechung erläuterte er kurz den Übungsablauf und die darin enthaltenen Aufgabenstellungen, wobei das Übungsziel erreicht wurde.

KBM Schötz zeigte sich ebenfalls mit dem Übungsverlauf zufrieden. Die Wasserförderung über die lange Schlauchleitung konnte innerhalb einer angemessenen Zeit in Betrieb genommen werden. Ebenfalls war es vorteilhaft einen eigenen Abschnittsführer hierfür einzuteilen. Allerdings gab Schötz zu bedenken, dass bei den am Übungsobjekt gegebenen Wegverhältnissen Einsatzfahrzeuge, wenn sie sich in entgegengesetzter Richtung begegnen, kaum ausweichen können. Hier sollten unter Umständen entsprechende Einweiser eingesetzt werden.

Zum Abschluß bedankte sich KBM Schötz bei allen an der Übung beteiligten Feuerwehren für ihr Engagement sowie bei der Familie Max Vogl für die zur Verfügungstellung des Objektes.

(Bericht und Bilder vom Webteammitglied Thomas Raab)

 

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