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Informationsveranstaltung und Ölwehr-Übung in Pirka

Auf Einladung des für die Ölwehr im Landkreis Regen zuständigen Kreisbrandmeisters Josef Bauer fand am Samstag, den 9. Oktober in Pirka eine landkreisübergreifende Informations- und Übungsveranstaltung zum Thema Ölwehr im Bereich des Höllensteinsees statt. 
Hintergrund dieser Veranstaltung sind Überlegungen einer landkreisübergreifenden Zusammenarbeit bei Schadenslagen, die den Flusslauf des Schwarzen Regen in diesem Bereich betreffen. 

Der Schwarze Regen überquert in dem zum Großteil schwer zugänglichen Bereich zwischen dem Höllensteinsee und dem Blaibacher See die Landkreisgrenze. Sollten die Kräfte des Landkreises Regen bei der Schadensbekämpfung bereits gebunden bzw. deren Materialressourcen erschöpft sein, sollen künftig die gut ausgerüsteten Feuerwehren aus der Feuerwehrinspektion Kötzting auf Anforderung aus dem Landkreis Regen eingesetzt werden können. Erste Sondierungsgespräche fanden bereits im Sommer statt. Mit dieser Veranstaltung sollten nun die unterschiedlichen Einsatzmittel und -taktiken gegenseitig vorgestellt werden. Ebenso sollte das Treffen dem gegenseitigen Kennenlernen dienen und die auswärtigen Einsatzkräfte mit den Örtlichkeiten vertraut gemacht werden.

Durchaus beeindruckend war das Großaufgebot an Einsatzkräften aus den beiden Landkreisen. Aus dem Landkreis Regen waren die Wehren der Arbeitsgemeinschaft Gefahrgut aus Viechtach, Teisnach, Regen und Zwiesel sowie die Wehren aus Pirka, Linden, Blossersberg, Schlatzendorf, Wiesing, Schönau, Prackenbach, Tresdorf, Ruhmannsdorf und Oberried mit den Führungskräften KBR Keilhofer, KBI Altmann, KBM Bauer, KBM Bielmeier, KBM Achatz, KBM Märcz und Heinz Kaufmann vom Landratsamt Regen vertreten. Die Feuerwehrinspektion Kötzting war mit den Wehren aus Arrach, Blaibach, Grafenwiesen, Hohenwarth und Wettzell sowie KBI Stahl erschienen. 

Nach den Grußworten durch KBR Keilhofer (Lkr. Regen), KBM Bauer (Ölwehr Lkr. Regen) und KBI Stahl (Kötzting) stellte der Fachberater Gefahrgut der Feuerwehrinspektion Kötzting Bernhard Hatzinger das Ölsperrensystem ACS 100 sowie den Gewässerschutzplan der Feuerwehrinspektion Kötzting vor. KBM Bauer erläuterte das Einsatzkonzept des Landkreises Regen. Danach folgte die Vorstellung der Wirkungsweise und Einsatzmöglichkeiten von Ölskimmer und Ölsanimat durch die Feuerwehr Zwiesel, der im Landkreis Regen gebräuchlichen Ölsperrentypen, darunter auch der Ökotec-Universalsperre der FF Viechtach sowie der Ölschadensausrüstung auf dem RW 2 der FF Linden. Dazu hatte die FF Arrach zwei Schnelleinsatzzelte mitgebracht, so dass beim einsetzenden "Schnürlregen" zumindest die theoretischen Ausführungen im Trockenen erfolgen konnten.

Anschließend wurden das Mehrzweckboot und der neue Arbeitsponton der FF Pirka vorgestellt und mit Hilfe der Drehleiter der FF Viechtach zu Wasser gebracht.

Den Abschluss der praktischen Vorführungen bildete das Einbringen einer Ölsperre über den Schwarzen Regen mit einer Gesamtlänge von 110 Meter gemeinsam durch die Einsatzkräfte beider Landkreise. Beteiligt waren die Wehren aus Blaibach (50 m Ölsperre), Hohenwarth (30 m Ölsperre), Grafenwiesen (30 m Ölsperre), Pirka (Boot), Linden (Greifzug) und Wettzell (Personal) unter der Gesamtleitung von Blaibachs Kommandanten Hans Seiderer. 

Besonders hervorzuheben ist die reibungslose Zusammenarbeit von Einsatzkräften, die sich zuvor noch nie gesehen, geschweige den zusammen gearbeitet hatten. In kurzer Zeit wurde schulmäßig die Ölsperre über den gesamten Flusslauf eingebracht. Die gewonnen Daten, wie Sperrenlänge, benötigtes Material und Lage der Sperre, dienen zur Darstellung auf Datenblättern, wie sie im Gewässerschutzplan der Inspektion Kötzting üblich sind und werden dann an alle beteiligten Wehren verteilt. Somit ist künftig eine noch schnellere Zusammenarbeit im Schadensfall möglich. Auch im kommenden Jahr sollen weitere gemeinsame Übungen im Bereich Höllensteinsee und Blaibacher See stattfinden um die Planungen zu erweitern.

Abschließend folgte noch der Dank an die Familie Müller, die als Betreiber des Campingplatzes in Pirka die benötigte, umfangreiche Fläche für diese Veranstaltung bereitgestellt hat und an Kommandant Franz Fuchs von der FF Pirka für die Übernahme örtlicher Organisationsarbeiten.

(Bericht und Bilder vom Fachberater für Gefahrgut Bernhard Hatzinger)

 

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