Berichte aus dem 2. Halbjahr 2005

Gemeinschaftsübung in Kummersdorf

Am 20. September um 20.30 Uhr wurden per Durchsage von KBM Josef Pritzl die Feuerwehren des Bereiches Lam zu einer Einsatzübung im Rahmen der Aktionswoche gemäß Alarmplan der Stufe 3 alarmiert.

Angenommen war ein Brand der Reithalle in Kummersdorf.
Der Brand drohte bei Übungsbeginn bereits auf das angrenzende Wohnhaus überzugreifen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung durch eine größere Menge an gelagerten Sägespänen mussten neben dem Einsatz an Hochdrucklüftern auch sicherheitshalber rund 30 Kinder aus dem Anwesen gebracht werden.

Im Reiterhof Kummersdorf sind fast ganzjährig eine große Anzahl Kinder unterschiedlichen Alters untergebracht - zur Zeit 27, wovon drei im oberen Stock von Atemschutzträgern gesucht und gerettet werden mussten.
Zeitgleich wurden zwei B-Förderleitungen vom Regen hinauf zum Anwesen errichtet. Da diese Strecke etwa 500m beträgt, waren hierfür mehrere Wehren gebunden.
Zur Kontrolle der eingesetzten 6 Atemschutztrupps sowie Erfassung weiterer 6 Trupps in Bereitstellung wurde die Sammelstelle sowie Atemschutzüberwachung zentral beim Einsatzleitfahrzeug der FF Arrach eingerichtet.
Während die Personenrettung und Atemschutzeinsatz von KBM Josef Pritzl als Abschnittsleiter - vom Einsatzleiter und Kdt. der FF Haibühl/Ottenzell benannt - geleitet wurde, übernahm die Ortsfeuerwehr Haibühl/Ottenzell die Brandbekämpfung.
Der Abschnitt Wasserförderung wurde ebenfalls von den in der Strecke eingebundenen Wehren selbst koordiniert. Eine Förderleitung wurde von den Feuerwehren Hohenwarth, Ansdorf/Simpering, Gotzendorf sowie einem Fahrzeug der FF Arrach aufgebaut und versorgte das Tanklöschfahrzeug der FF Haibühl/Ottenzell. Die zweite Leitung wurde von den Wehren Thürnstein/Schrenkenthal, Engelshütt sowie Haibühl zum Löschgruppenfahrzeug LF 20/16 der FF Lam gelegt. 

Aufgrund einer vorhandenen Umzäunung konnte weder die Personenrettung noch ein abwehrender Brandschutz von der Gebäuderückseite vorgenommen werden.
Nachdem die Kinder in Sicherheit gebracht waren, musste nochmals ein Atemschutztrupp zurück ins Gebäude, um einen Anwohner, der ebenfalls bei der Rettung geholfen hatte, zu suchen. Dieser konnte aber ebenfalls nach kurzer Zeit gerettet werden.

Im Ernstfall ist bei diesem Anwesen mit einer Personenzahl von 20-40 Personen, darunter, wie heute konkret geübt, viele Kinder, zu rechnen. Weiterhin befinden sich 21 Pferde in den Stallungen. Erschwerend kommt die abgelegene Lage des Hofes, sowie die schlechte Wasserversorgung in unmittelbarer Nähe hinzu.

Bei der Abschlussbesprechung zeigte sich KBM Josef Pritzl vom Übungsverlauf sehr zufrieden und erinnerte nochmals daran, dass bei solchen Einsätzen die Personenrettung in jedem Fall im Vordergrund steht! Nach seiner ersten Gemeinschaftsübung in seiner Funktion als neuer Kreisbrandmeister sprach er anschließend seinen Dank dem Besitzer des Anwesens, den beiden anwesenden Lehrkräften, sowie den Kinder aus, die bereitwillig an der Übung teilnahmen.
Im Anschluss zeigte sich auch KBI Michael Stahl zufrieden. Der Aufbau der Wasserversorgung über die lange Strecke klappte annähernd reibungslos und auch der Einsatz der Atemschutztrupps und die Löscharbeiten verliefen einwandfrei. Er konnte anschließend noch Worte des Dankes an den auch anwesenden KBM a.D. Reinhard Kollmer übermitteln, der gerne als Zuschauer zu dieser Übung gekommen war.
Einsatzleiter und Kommandant der Feuerwehr Haibühl/Ottenzell, Bernhard Moser schilderte auch nochmals grob den Übungsverlauf und war sehr zufrieden mit dem Ergebnis, auch nachdem er nur wenig Zeit auf der Anfahrt hatte, die Einsatzkräfte zuzuweisen und die Arbeiten zu koordinieren.

 (Bericht und Bilder vom Webteammitglied Alexander Ziereis)

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