Berichte aus dem 2. Halbjahr 2005

Gemeinschaftsübung in der Reha-Klinik Kötzting

Eine sehr bemerkenswerte Übung wurde am Abend des 21. September in Kötzting durchgeführt. Die beteiligten Feuerwehren wussten zwar die Übungszeit, jedoch nicht den Übungsort. Diesen hatte KBM Heinz Schötz auf Wunsch der Klinikleitung der Luitpold-Reha-Klinik in deren Haus am Ludwigsberg in Kötzting vorgesehen.

So wurden die Feuerwehren um 18.30 Uhr, entsprechend der Alarmstufe 3, mittels Funksammelruf von KBM Schötz, zum angenommenen Brandobjekt dirigiert.

Hier wurde folgendes Einsatzszenario angenommen:
Bei Arbeiten im Müllsammelraum im Kellergeschoss der Klinik entstand ein Brand mit einer starken Rauchentwicklung, welche sich aufgrund mutwillige offengehaltener Brandschutztüren in die angrenzende Tiefgarage und in das Erdgeschoss ausweitete.

Der Zugführer der Ortsfeuerwehr Kötzting, Gerhard Miethanner war natürlich bei einem derartigen Einsatz besonders stark gefordert. Aufgrund der vom Hausmeister mitgeteilten Lage ließ er eine Atemschutzüberwachungs- und -sammelstelle vor dem Haupteingang der Klinik einrichten, um die Personenrettung bzw. -verlegung zu organisieren. Zeitgleich wurde die erste Brandbekämpfung über die Tiefgarage vorgenommen.

Die anfangs in einem Bereitstellungsraum beorderten, nachfolgenden Feuerwehren wurden zum Aufbau einer weiteren Löschwasserversorgung vom ca. 500 m entfernten Fluss Regen aufgefordert. Die Abschnittsleitung hierfür lag in den Händen von Kommandant Georg Barth.

Das Personal der Klinik, für die diese Übung ebenfalls völlig überraschend war, zeigte sich bestens geschult und organisiert, da es die Verlegung der Patienten der Stationen 1 und 3 sofort nach Bekanntwerden der Gefahrenlage selbständig durchführte.
Die Einsatzleitung veranlasste deshalb nur eine nochmalige Besichtigung der geräumten Bereiche und nachdem eine Person als vermisst gemeldet wurde, die gezielte Suche durch drei Trupps unter umluftunabhängigen Atemschutz.
Nach kurzer Suche konnte auch der letzte "Patient" in Sicherheit gebracht werden.

Der im Zufahrtsbereich der Tiefgarage in Stellung gebrachte Überdrucklüfter zeigte zwischenzeitlich die gewünschte Wirkung und der von einer Nebelmaschine erzeugte "Rauch" war mittlerweile aus dem Gebäude gewichen.

Auch die B-Leitung vom Regen förderte nun das Löschwasser zum "Brandobjekt" womit das Übungsziel in vollem Umfang erreicht war.

Bei der Abschlussbesprechung zeigte sich der KBM Heinz Schötz auch durchwegs sehr zufrieden mit dem Ablauf dieser Übung. Man habe ganz bewusst eine unangekündigte Übung gewählt um sowohl für die Feuerwehrkräfte, als auch für das Personal ein möglichst realitätsnahe Situation zu erzeugen. Besonderes Lob von KBM und KBI Stahl erfuhr der Einsatzleiter Gerhard Miethaner, welcher seine sehr schwierige Aufgabe sehr gut erfüllte.
Auch die Klinikleitung zeigte sich erfreut über den gelungenen Übungsablauf, zeigt sich doch darin, dass im Zusammenspiel zwischen Klinikpersonal und Hilfskräfte ein derartiger Einsatz ohne größere Probleme zu bewältigen sei. Mit allgemeinen Dankesworten an die zahlreichen Feuerwehrkameraden wurde diese Übung beendet.

 (Bericht und Bilder vom Webteammitglied Fabian Fischer)

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