Berichte aus dem 2. Halbjahr 2005

Gemeinschaftsübung in Simpering

Die letzte Gemeinschaftsübung in der Feuerwehr-Inspektion Kötzting während der Feuerwehraktionswoche 2005 wurde am Freitag, 23.09.2005 für die Feuerwehren im Kreisbrandmeisterbereich Lam abgehalten. Als Übungsobjekt hatte der neue KBM des Bereichs, Josef Pritzl, das landwirtschaftliche Anwesen von Johann Mühlbauer vulgo „Zittenbauer“ am Wallerbach bei Simpering ausgewählt. Angenommen wurde ein Scheunenbrand, wobei das Feuer auf die angrenzenden Stallungen sowie das Wohnhaus überzugreifen drohte. 

Gegen 19.30 Uhr wurden die Feuerwehren Ansdorf-Simpering, Arrach, Engelshütt, Gotzendorf, Haibühl, Hohenwarth, Lam, Lohberg und Thürnstein-Schrenkenthal per Funksammelruf zur Gemeinschaftsübung alarmiert. Hierbei wurde bekannt gegeben, dass noch zwei Personen abgängig sind. Die Einsatzleitung lag in den Händen des Kommandanten der Feuerwehr Ansdorf-Simpering, Josef Berlinger, in dessen Einsatzgebiet sich das Übungsobjekt befindet. Auch war es die Feuerwehr Ansdorf-Simpering die als erste am Übungsobjekt eintraf. Umgehend wurde eine Löschwasserversorgung vom nahe liegenden Wallerbach her aufgebaut, um einen ersten Löschangriff vorzunehmen. Unmittelbar nach der Ortsfeuerwehr traf das LF 8 der FF Hohenwarth ein. Dessen Besatzung stellte zwei Atemschutztrupps, die sofort mit der Personensuche im Brandobjekt begannen.

 Die weiteren anrückenden Feuerwehren sollten sich gemäß Anweisung des Einsatzleiters aufgrund der recht beengten Zufahrt im Bereitstellungsraum auf der Straße bei der Einmündung zum Brandobjekt einfinden, um dann gezielt zu den entsprechenden Standorten rund um das Einsatzobjekt beordert zu werden. Während der Übung wurde die Staatsstraße von der Besatzung des Mehrzweckfahrzeugs 11/2 der FF Hohenwarth halbseitig gesperrt.

Weitere Löschwasserversorgungen wurden von den Feuerwehren Arrach, Engelshütt, Gotzendorf, Haibühl, Lam und Lohberg vom Fluss Regen her zum Brandobjekt aufgebaut, so dass insgesamt vier B-Leitungen zur Brandbekämpfung zur Verfügung standen. Unterdessen rüsteten sich mehrere Trupps der eingetroffenen Feuerwehren mit Atemschutz aus um die Kameraden der FF Hohenwarth bei der Personenrettung zu unterstützen. Hierbei zeigte sich einmal mehr, welch hohen Einsatzwert die Wärmebildkamera der FF Arrach bei der Personensuche hat. Die beiden vermissten Personen konnten umgehend gerettet werden. Eine zentrale Atemschutzüberwachung wurde von der FF Thürnstein-Schrenkenthal im Einsatzleitfahrzeug der FF Arrach eingerichtet. Diese wurde mit dem EDV-Programm „ARRÜST“ perfekt abgewickelt.

Vom Innenhof und der Gebäuderückseite aus wurde mittels mehreren Stahlrohren die Brandbekämpfung durchgeführt, sowie eine Wiederstandslinie zu den angrenzenden Gebäuden gebildet.

Bei der nachfolgenden Abschlussbesprechung ließ der Einsatzleiter Kdt. Josef Berlinger den Einsatzablauf kurz Revue passieren und zeigte sich damit sehr zufrieden. KBM Josef Pritzl lobte den Einsatz der teilnehmenden Feuerwehren und merkte an, dass die mittlerweile vorhandenen Funktionswesten ihren Zweck perfekt erfüllen. So sind die für den Einsatzleiter wichtigen Personen wie bspw. die Gruppenführer schon von weitem zu erkennen. Auch KBI Michael Stahl zeigte sich mit dem Übungsverlauf recht zufrieden. Einsatzabschnitte wurden gebildet und die Förderleitungen Abseits der Zufahrtswege verlegt, so dass ein Passieren von Fahrzeugen jederzeit gewährleistet war.

Der Bürgermeister der Gemeinde Hohenwarth, Xaver Gmach, der den Übungsverlauf aufmerksam verfolgte, dankte den anwesenden Feuerwehrdienstleistenden für deren Bereitschaft zur Teilnahme an Übungen und deren unentgeltlichen Hilfeleistung bei Einsätzen. Dies sei heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr.
Zum Abschluss dankte KBM Josef Pritzl dem Eigentümer des Objekts Johann Mühlbauer für die Überlassung des Anwesens und wünschte den Feuerwehren einen guten nach Hause Weg.

(Bericht und Bilder vom WebTeam-Mitglied Michael Weiß)

 

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