Berichte aus dem 2. Halbjahr 2010

Vollversammlung der Arbeitsgemeinschaft Gefahrgut und Umweltschutz

Am 26. November fand in der Sportheim-Gaststätte in Miltach die sechste Vollversammlung mit Fortbildungsvorträgen der Arbeitsgemeinschaft Gefahrgut und Umweltschutz der Feuerwehrinspektion Bad Kötzting statt. Trotz ungünstiger Witterung und zahlreicher Terminüberschneidungen konnte der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Bernhard Hatzinger zahlreiche Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft aus den verschiedenen Wehren der Inspektion sowie Kreisbrandinspektor Michael Stahl begrüßen. 

Im Jahresrückblick konnte Hatzinger wieder umfangreiche Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft aufzählen. Die Ausbildung im Bereich Gefahrgut und Umweltschutz wurde personell auf eine breitere Basis gestellt. Armin Stahl (FF Arrach), Johannes Bergbauer (FF Miltach) und Josef Dachs (FF Grafenwiesen) sind jetzt ebenfalls als Ausbilder auf diesem Gebiet tätig. Am 9. Oktober fand der jährliche Gefahrgut-Workshop statt. Erstmals wurde diese Ausbildungsveranstaltung vollständig in Eigenregie geplant und durchgeführt. Ein Novum war auch die Teilnahme einer Wehr aus dem benachbarten Tschechien. Besonders eindrucksvoll war die Einbindung des FireTrainer des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberpfalz.

Ergänzt wurden die Aktivitäten auch um zahlreiche Ausbildungsveranstaltungen in den Wehren selbst, die sowohl im theoretischen als auch im praktischen Bereich Wissen vermittelten. Insbesondere die FF Miltach schlug hier mit fünf Terminen zu Buche.
Bei den Einsätzen im Inspektionsgebiet wurde das Auspumpen von Betriebsstoffen aus einem ausgebrannten Lkw in Miltach sowie der Ölalarm auf dem Blaibacher See angesprochen.

Hatzinger wies dann noch auf einige Änderungen im Gefahrgutrecht hin, die zu Beginn des neuen Jahres in Kraft treten. Für die Feuerwehren besonders bedeutsam sind die erweiterten Befugnisse bei Notfallmaßnahmen sowie eine Änderung der Gefahrgutkennzeichnung bei den sogenannten begrenzten Mengen.
In den Fortbildungsvorträgen stellte Hatzinger zunächst den sicheren Fasstransport in den Vordergrund. Im Vortrag wurden zunächst das Fasshandling, aber auch die Fehler und Probleme und damit die Unfallursachen mit Hilfe von umfangreichem Bildmaterial dargestellt. Kurz vorgestellt wurde eine neuartige Chlorgasumfüllanlage, die ein sicheres, schnelleres und rückstandsfreies Umfüllen von havarierten Tank- und Kesselwagen erlaubt. Diese weltweit einzigartige Anlage ist bei einer Werkfeuerwehr in Nordrhein-Westfalen stationiert und kann sowohl per Lkw als auch auf der Schiene an jeden Ort in Europa transportiert werden. 

Zahlreiche Einsatzbeispiele mit Darstellung der getroffenen Einsatzmaßnahmen, worunter auch viele wertvolle Tipps waren, rundeten die Vorträge ab.
Die Analytische Task Force (ATF) des Bundes stellte Matthias Lohberger von der FF Lam vor. Lohberger ist im Hauptberuf Feuerwehrmann bei der Berufsfeuerwehr München und dort an die Feuerwache 2 tätig. Diese Wache ist auch die Heimat einer von sieben ATF, die der Bund in diesem Jahr bundesweit eingerichtet hat. Ziel dieser Einheit ist die Probenahme und Analyse von biologischen, chemischen, radioaktiven und nuklearen Schadstoffen bei größeren Schadenslagen. Die Einsatzkräfte vor Ort sowie auch die Besatzungen der ABC-Erkundungskraftwagen – wie bei der FF Cham stationiert – sollen damit unterstützt werden. Die umfangreiche Messausstattung bietet insbesondere beim Erkennen unbekannter Schadstoffe sehr viel weitreichendere Möglichkeiten als die vor Ort befindlichen Messgeräte.

In seinem Grußwort dankte Kreisbrandinspektor Michael Stahl den Mitgliedern für ihre Motivation und ihr Engagement. Es sei erneut beeindruckend was hier geschaffen wurde und mit wie viel Einsatzbereitschaft auch weiterhin Fachwissen angeeignet und trainiert wird. Grundsätzlich besteht bereits jetzt die Möglichkeit die Arbeitsgemeinschaft bei Bedarf zu alarmieren. Die Alarmschleifenbelegung ist vollzogen und viele Funkmeldeempfänger sind programmiert. Eine Aufnahme ist die Erstalarmierung bei bestimmten Einsatzstichworten soll in Kürze erfolgen. Zuvor sei noch ein Feintuning bei der Alarm- und Ausrückeordnung erforderlich. Der Großeinsatz am zurückliegenden Samstag beim Brand der Bärwurzerei in Arrach hat ein weiteres Betätigungsfeld für die Arbeitgemeinschaft hervorgebracht, nämlich die Unterstützung mit Atemschutzgeräteträgern über die die Arbeitsgemeinschaft in großer Anzahl verfügt. Auch darüber wird man sich in den nächsten Wochen Gedanken machen. Sein Dank galt auch dem Leiter der Arbeitsgemeinschaft für die hervorragende Ausbildung und die Organisation der zahlreichen unterschiedlichen Aktivitäten. 

Abschließend bedankte sich auch Bernhard Hatzinger bei allen Mitgliedern für die tatkräftige Unterstützung das ganze Jahr über und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass sich das Engagement auch im kommenden Jahr wieder fortsetzt.

 

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