Einsatzberichte aus dem 2. Halbjahr 2005

Brand einer Scheune in Blaibach

In der Nacht des 25. Oktobers wurde der Eigentümer eines Anwesens in der Dorfmitte von Blaibach gegen 1.30 Uhr durch Feuerschein und Brandgeräusche aufgeschreckt und erkannte, dass die zwischen einem Wohnhaus und einem gemauerten Nebengebäude vorhandene Scheune bereits fast im Vollbrand stand.

Sofort betätigte er den an seinem neuen Wohnhaus angebrachten Druckknopf für die Feuerwehrsirene. Da hierdurch jedoch lediglich die Ortssirene aktiviert wird, mussten die ersten Wehrmänner der Freiwilligen Feuerwehr Blaibach vorab per Funk die Polizeiinspektion Kötzting über den Brandfall informieren, bevor diese die weiteren Feuerwehren gemäß Alamstufe 3 (Großbrand) alarmierte. Dadurch wurden natürlich wertvolle Minuten verloren, in denen sich das Feuer weiter ausbreiten konnte. 

Die Ortsfeuerwehr begann unterdessen sofort mit dem Aufbau einer Widerstandslinie zu dem im Norden unmittelbar an die Scheune angebautem Wohnhaus. Die nachfolgend eintreffenden Feuerwehren aus Bärndorf, Miltach, Kötzting, Lederdorn, Weißenregen und Oberndorf nahmen anschließend ebenfalls die Brandbekämpfung auf bzw. stellten die ausreichende Löschwasserversorgung über verschiedene Hydranten sicher. Durch den gezielten und schnellen Einsatz konnte sowohl das angebaute Wohnhaus, als auch das südlich angrenzende Nebengebäude vor einem Übergreifen der Flammen geschützt werden. Und dies obwohl bereits der traufseitige Dachüberstand Feuer gefangen hatte. Auch in das Wohnhaus war zu diesem Zeitpunkt der Brand bereits über einen, durch die vorhandene Gebäudetrennwand führenden Holzbalken eingedrungen, konnte jedoch durch Trupps unter Atemschutz gerade noch rechtzeitig gelöscht werden.

Auch ein weiteres nur vier Meter vom Brandobjekt entferntes Wohnhaus an der Westseite konnte durch einen massiven Löscheinsatz vor den Flammen geschützt werden. Nach etwa eineinhalb Stunden war der Brand soweit abgelöscht, dass die Wehren nach und nach aus dem Einsatz herausgelöst werden konnten. 

Mit der Wärmebildkameras der FF Kötzting und Lederdorn wurden alle gefährdeten Teile der Nachbargebäude anschließend nochmals auf mögliche Glutnester untersucht. Die Feuerwehr Blaibach löschte in der Folgezeit noch wieder aufflammende Brandnester und übernahm die Brandwache. 
Schlussendlich wurde deutlich, dass nur durch die sehr schnelle und systematische Arbeit der Feuerwehren der Brand auf das Scheunengebäude beschränkt werden konnte und die in diesen Bereich vorhandenen Nachbargebäude verschont geblieben sind.
Unterstützt wurde dabei der Ortskommandant und Einsatzleiter Johann Seiderer von den Führungskräften KBR Johann Weber, KBI Michael Stahl und KBM Andreas Bergbauer.


(Dieses Bild verdeutlicht die geringen Gebäudeabstände.)

 

 (Bericht und Bilder von WebTeammitglied Fabian Fischer)

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