Einsatzberichte aus dem 2. Halbjahr 2007

Verkehrsunfall bzw. Selbstmord auf der B 85 bei Miltach

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Vormittag des 9. Juli auf der B 85 zwischen Chamerau und Miltach. Ein PKW prallte dabei frontal gegen einen LKW.

Um 9.20 Uhr alarmierte die PI Bad Kötzting die Feuerwehren aus Chamerau und Miltach. An der Einsatzstelle fanden die Einsatzkräfte einen total deformierten Geländewagen im Straßengraben sowie einen auf der Fahrbahn querstehenden LKW vor, der ebenfalls im Frontbereich starke Beschädigungen aufwies.

Bei dem eingeklemmten Fahrer des Geländewagen hatte der Notarzt bereits den Tod festgestellt, der vermutlich bereits bei der unmittelbaren Kollision der Fahrzeuge eingetreten war.

Aus diesem Grunde konzentrierten sich die Aufgaben der Feuerwehren in erster Linie auf die Sicherstellung des Brandschutzes, sowie das Auffangen und Binden von auslaufenden Betriebsstoffen aus den Fahrzeugen.

Des weiteren wurde die Einsatzstelle großräumig abgesperrt, für die Totalsperre der B85 wurden die Feuerwehren aus Oberndorf und Staning nachalarmiert.

Ein Team der Notfallseelsorge betreute die unter schwerem Schock stehende LKW-Fahrerin.

Nachdem der an die Unfallstelle beorderte Sachverständige die Einsatzstelle freigegeben hatte, wurde der Leichnam des PKW Fahrers mit Hydraulischen Rettungsgeräten aus dem Fahrzeugwrack geborgen und an den mittlerweile an der Unfallstelle eingetroffenen Bestattungsdienst übergeben. Dekan Sperl aus Blaibach spendete dabei dem Verstorbenen die Sterbesakramente.

Nachdem abzusehen war, dass die Bergungsarbeiten am LKW, die von einer Spezialfirma aus dem Landkreis Straubing/Bogen durchgeführt worden sind, und die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle sehr zeitintensiv sein werden, wurde die Straßensperre samt den Umleitungsmaßnahmen vom Straßenbauamt übernommen und die dabei eingebundenen Feuerwehren aus dem Einsatz herausgelöst.

Die Feuerwehren aus Chamerau und Miltach säuberten zuletzt noch die Fahrbahn, so dass nach ca. 6 Stunden Totalsperre der Verkehr auf der B85 wieder freigegeben werden konnte.

Den Einsatz der Feuerwehren an der Unfallstelle koordinierten KBR Johann Weber und KBM Andreas Bergbauer.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei handelte es sich nicht um einen Unfall, sondern der PKW-Fahrer hat die Kollision bewusst herbeigeführt. Hintergründe dürften im privaten Umfeld zu suchen sein, da es sich auch um den getrennt lebenden Ehemann der LKW-Fahrerin handelte.

Am Abend wurde mit Hilfe des Teams „Einsatz Nachbesprechung“ vom MHD Regensburg der für die Feuerwehrleute mental sehr anspruchsvolle Einsatz nochmals mit den vor Ort eingesetzten Feuerwehrkameraden besprochen und nachbereitet.

Link zur Lage der Einsatzstelle (google.maps)!

(Bericht von KBM Andreas Bergbauer, Bilder von Martin Robl, stv. Kommandant der FF Chamerau)

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